EEG-Umlage: Themenseite zur Strombeschaffung

Neue EEG-Umlage 2017 steigt auf 6,880 Cent je Kilowattstunde

Preisentwicklung der EEG-Umlage von 2011 - 2017

Veränderung der EEG-Umlage

Die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien, kurz EEG-Umlage, wurde am 14. Oktober 2016 von den Übertragungsnetzbetreibern verkündet und um rund 0,53 Cent je Kilowattstunde erhöht. Im Jahr 2016 lag der Wert bei 6,354 Cent/kWh, ab 1. Januar 2017 ist die Ökostrom-Umlage auf 6,880 Cent/kWh angehoben worden. Auf energieintensive Gewerbe- und Industriekunden, die nicht von der Umlage befreit sind, kommt eine Kostenerhöhung von acht Prozent zu. Im Vergleich zum letzten Anstieg mit drei Prozent ist mit dem neuen Wert wiederum eine stärkere Förderung der erneuerbaren Energien zu erkennen. Grund hierfür sind niedrige Börsenpreise an der Leipziger Strombörse und bislang noch feste Vergütungssätze für Betreiber von Ökostromanlagen.

Stromkosten bei Wirtschaftsplanung berücksichtigen

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt seit 16 Jahren den Ausbau und die Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland. Die Energiewende und die damit stark zunehmende Erzeugung von Ökostrom ließen die EEG-Umlage bislang jedes Jahr ansteigen. Für energieintensive Unternehmen bedeutet dies, sich verstärkter mit ihren Stromkosten und dem Strommarkt auseinanderzusetzen. Es gilt, die Mehrkosten in der Planung für das neue Wirtschaftsjahr zu berücksichtigen. Auch bei einer Ausschreibung von Strom sollten Energieeinkäufer eventuelle Mehrkosten einberechnen.

Hoher Stromverbrauch führt zu Mehrkosten

Bei einem gleichbleibenden Verbrauch von 5 GWh[1] pro Jahr ergeben sich immense Zusatzkosten für Stromkunden, wie aus der Grafik hervorgeht. Dabei bilden sich die Mehrkosten, indem die EEG-Umlage mit der Arbeit (in kWh) multipliziert wird. Je mehr Strom verbraucht wird, desto teurer wird es letztlich für das Unternehmen. Die größte preisliche Veränderung für Unternehmen aus dem Industrie- und Gewerbebereich fand im Jahr 2013 statt, als die EEG-Umlage um 47 Prozent zum Vorjahr angehoben wurde. Ein Jahr später fand erneut ein Anstieg um 18 Prozent statt, sodass sich die Umlage innerhalb von zwei Jahren um 65 Prozent erhöhte. Bei einem gleichbleibenden Verbrauch von jährlich 5 GWh Strom ergaben sich allein von 2012 auf 2013 Mehrkosten in Höhe von 84.250 Euro (Siehe Tabelle).

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Jahr EEG-Umlage ct/kWh Veränderung ct/KWh

Veränderung in Prozent

  ArbeitkWh

  Kosten €

  Kostendifferenz €

  ggü. Vorjahr

2011 3,530  

 

5.000.000 176.500 €  
2012 3,592 0,062

2%

5.000.000 179.600 € 3.100 €
2013 5,277 1,685

47%

5.000.000 263.850 € 84.250 €
2014 6,240 0,963

18%

5.000.000 312.000 € 48.150 €
2015 6,170 -0,070

-1%

5.000.000 308.500 € -3.500 €
2016 6,354 0,184

3%

5.000.000 317.700 € 9.200 €
2017 6,880 0,526

8%

5.000.000 344.000 € 26.300 €

 


[1] 5 GWh = 5.000.000 Kilowattstunden

Berücksichtigung der EEG-Umlage beim Energieeinkauf

Was können Energieeinkäufer von Industrie- und Gewerbeunternehmen mit einem hohen Energieverbrauch tun? Wenn sie nicht von der Umlage befreit sind, sollten sie bereits jetzt beginnen, einen möglichen Anstieg der EEG-Umlage in ihrer Planung der Energiekosten für die Lieferjahre ab 2017 zu berücksichtigen. Bei Unternehmen mit vielen Standorten und Abnahmestellen ist dies allerdings mit viel Aufwand verbunden, wenn nicht alle Stromdaten in einem Energieportal vollständig hinterlegt sind, sondern in zahlreichen Tabellen verstreut sind. Mit enPORTAL sind Einkäufer aus Industrie und Gewerbe bestens für den onlinebasierten Energieeinkauf ab 2017 und für die Folgejahre gerüstet. Das digitale Energiedatenmanagement ermöglicht die einfache Ansicht aller Abnahmestellen, Verbräuche, Verträge und Kosten. So behalten Einkäufer stets den Überblick.

Vorteile der Energiepreisprognose

Der neue EEG-Umlagen-Wert wird im cloudbasierten Portal seit Bekanntgabe am 14. Oktober 2016 detailliert je Abnahmestelle dargestellt. Der Vorteil für Einkäufer: Sie wissen somit bereits ohne langes Nachrechnen, welche Kosten evtl. entstehen werden und müssen nicht alles separat außerhalb des Portals kalkulieren. Die angepasste EEG-Umlage wurde bewusst höher angesetzt. Auf einen Blick ist für Einkäufer erkennbar, welche Stromkosten für ihre jeweiligen Standorte entstehen können.

EEG-Umlage erzeugt Handlungsdruck

Einige stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes sind zum Schutz ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zum Teil von der EEG-Umlage befreit. Für die restlichen, insbesondere größeren Unternehmen, bedeutet eine höhere EEG-Umlage steigende Stromkosten. Viele Unternehmen müssen neuen Möglichkeiten suchen, um die höheren Kosten zu kompensieren.

EEG-Umlage durch günstigen Börsenkurs kompensieren

Viele energieintensive Unternehmen suchen nach Lösungen, um die seit Jahren gestiegene EEG-Umlage zu kompensieren. Eine davon ist ein vorausschauender Energieeinkauf, der kurze Bindefristen und einen intensiven Wettbewerb unter den Versorgern ermöglicht. Bei enPORTAL sind alle Stromdaten in einer Cloud hinterlegt, sodass eine Ausschreibung bei günstigen Preisen an der Leipziger Börse innerhalb von wenigen Stunden durchgeführt werden kann. Dabei können aktuell bis zu 560 Energieversorger per Klick erreicht werden. So konnten bereits viele Kunden, darunter beispielsweise das Unternehmen B. Braun Melsungen, die Mehrkosten durch einen vorausschauenden Einkauf kompensieren.

Weitere Informationen zum Energieeinkauf online

  • 10 Einflussfaktoren beim Stromeinkauf. Wir haben eine Liste mit 10 Einflussfaktoren erstellt, die zeigen, worauf es beim Stromeinkauf neben kurzen Bindefristen und permanent vorliegenden Daten in einer Cloud noch ankommt, um gute Preisangebote zu erhalten. Die einzelnen Punkte werden nacheinander im Jahr 2016 veröffentlicht. Der fünfte Einflussfaktor ist online! Mehr erfahren
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  • Stromeinkauf: Welche Vorteile bietet der Stromeinkauf über enPORTAL. Wir haben es auf unserer Themenseite zu Strom zusammengefasst. Mehr erfahren