Praxisbericht mit den Fränkischen Rohrwerken

enPORTAL bringt Effizienzsteigerung beim Strom- und Gaseinkauf

Auf der Suche nach einem effizienteren Energieeinkauf hat sich die FRÄNKISCHE Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG für die Nutzung von enPORTAL entschieden. Im April 2016 startete das international tätige Produktionsunternehmen aus Königsberg erstmals eine Online-Ausschreibung über den webbasierten Marktplatz. Ein guter Einkaufszeitpunkt, kurze Reaktionszeiten sowie der große Wettbewerb unter den Versorgern führten zu einer immensen Kostenreduktion: Der reine Energiepreis[1] konnte bei Strom um 30 Prozent für das Lieferjahr 2017 reduziert werden. Eingekauft wurde dabei per Mausklick in weniger als zwei Stunden.

Bildnachweis: Fränkische Rohrwerke

Erfolgreiche Rohrproduktion seit 110 Jahren

Das Familienunternehmen FRÄNKISCHE Rohrwerke aus Königsberg entwickelt und produziert seit 110 Jahren Rohre, Schächte und Systemkomponenten aus Metall und Kunststoff. Was 1906 in der Spinnmühle in Schweinfurt begann, ist heute ein international bekanntes Unternehmen. Vertreten in 15 Ländern mit 21 Werken und 2.900 Mitarbeitern bietet das Unternehmen passgenaue Lösungen für Drainage, Elektro, Haustechnik, Automotive und die Industrie an. Die fachliche Kompetenz sowie die hohe Produktqualität machen FRÄNKISCHE zum Marktführer in vielen Bereichen.

Hoher Verbrauch beeinflusst Energiekosten

Täglich verlassen mehr als 1,5 Millionen Meter Rohr die FRÄNKISCHE Werke weltweit. Dass für die Produktion viel Energie benötigt wird, liegt auf der Hand. An den deutschen Standorten werden für die Herstellung der Rohre, Schächte und Systemkomponenten rund 70 Gigawattstunden[2]  an Strom und Gas benötigt. Bei dieser Menge wirken sich schon kleine Veränderungen beim reinen Energiepreis auf die Gesamtkosten für Energie aus. Daher gilt es, optimiert zu beschaffen und den bestmöglichen Preis im Energiemarkt zu erhalten.

Suche nach Transparenz und Wettbewerb

Zuständig für den Energieeinkauf bei FRÄNKISCHE ist Holger Leschinski in der Position als Leiter Einkauf. Früher stellte sich der erfahrene Einkaufsleiter darauf ein, dass die Beschaffung von Strom und Gas viel Zeit und Arbeit kosten würde. „Gas wurde direkt mit den einzelnen Energieanbietern verhandelt. Die Lastprofile, Verbrauchsstellen und Verbrauchsmengen wurden an unterschiedliche Anbieter versandt und anhand der Ergebnisse endverhandelt. Das dauerte etwa vier Wochen“, so Holger Leschinski. Der Stromeinkauf gestaltete sich ähnlich: „Zur Vorbereitung wurden wenige Energieanbieter um ein Angebot gebeten und die unterschiedlichen Energiepreise mühevoll ausgewertet und gegenübergestellt. Der Aufwand war zwar überschaubarer, nahm aber auch zwei Wochen in Anspruch“, ergänzt der Energieeinkäufer. Er wünschte sich schnellere Prozesse und einen größeren Wettbewerb unter den Versorgern, denn: Die Preise für Strom und Gas werden täglich an der Börse neu gehandelt. Je länger die Bindefristen, desto weniger können günstige Marktchancen ergriffen werden.

Bildquelle: Fränkische Rohrwerke

Prozessoptimierung beim Energieeinkauf

Seit Februar 2016 ist FRÄNKISCHE Kunde von enPORTAL. Da alle Energiedaten in der Cloud hinterlegt sind, kann der Einkaufsleiter bei guten Marktbedingungen kurzfristig bis zu 620 Versorger gleichzeitig über das Onlineportal kontaktieren. 24 Stunden später liegen die Angebote vor, die im automatisch erzeugten Bieterspiegel übersichtlich dargestellt werden. Auf einen Blick ist erkennbar, welcher Lieferant den besten Energiepreis gewährt. Nach einer zweistündigen Bindefrist kann der Vertrag geschlossen werden. „Man hat leicht einen Überblick über die Angebote und der Preisunterschied wird mir sofort gezeigt. Von unserer Seite ist wenig Aufwand dahinter und es geht schnell“, beschreibt Holger Leschinski den Einkaufsprozess.

Schnelle Entscheidung für den Wunschlieferanten

Der Geschäftsführung kann der Einkaufsleiter die Preisunterschiede ebenfalls übersichtlich aufzeigen. So verkürzt sich nicht nur die Entscheidungsdauer bei der Vergabe, sondern es minimieren sich auch die Risikoaufschläge vonseiten der Lieferanten. Da die Versorger sich nicht mehr wochenlang an den Preis binden müssen, sind börsennahe Preise erzielbar. Bei der Vergabe entscheidet Holger Leschinski von FRÄNKISCHE aber weiterhin selbst, welchen Lieferanten er beauftragen möchte. Er braucht nicht den Erstplatzierten wählen, wenn der Zweit- oder gar Drittplatzierte bessere Konditionen rund um die Belieferung anbietet, wie z. B. keine Mehr- oder Mindermengen-Berechnung. Bei der elektronischen Stromausschreibung für das Lieferjahr 2017 konnte der reine Energiepreis im Vergleich zum Vorjahr durch den intensiven Wettbewerb um 30 Prozent gesenkt werden.

Bildquelle: Fränkische Rohrwerke

Langjährige Expertise bei Online-Ausschreibungen

Rainer Otto, Geschäftsführer von enPORTAL, beschreibt die Vorteile folgendermaßen:   „Mit unserem Onlineportal bieten wir Energieeinkäufern ein effektives Werkzeug, um die Chancen im Energiemarkt zu nutzen und den Einkauf effizient online abzuwickeln. Wir freuen uns, dass FRÄNKISCHE vom Online-Energieeinkauf über unser Portal überzeugt sind.“ Jedem Industriekunden steht ein Kundenbetreuer von enPORTAL unterstützend zur Seite, der weiß, worauf es bei den elektronischen Ausschreibungen über den Online-Marktplatz ankommt. Schließlich werden jährlich hunderte von elektronischen Ausschreibungen durchgeführt und betreut. Was Holger Leschinski schätzt: „Es besteht eine offene Kommunikationskultur. Die Ansprechpartner kennen sich sehr gut aus und sind immer erreichbar. Es werden wertvolle Tipps gegeben und die Betreuung ist sehr gut.“ Abschließend stellt der Einkaufsleiter fest: „Durch die Nutzung des Onlineportals konnten Prozess- und Energiekosten im Hause verringert werden. Das Ergebnis ist besser zu kontrollieren und nachvollziehbar. Bisher haben wir den Vergleich über die Ergebnisse anhand von Excel-Auswertungen betreiben müssen. Dies geht nun auf Knopfdruck.“

[1] Reiner Energiepreis ist ohne Steuern, Umlagen, Abgaben und Netzentgelte.

[2] 1 Gigawattstunde = 1.000.000 Kilowattstunden.

Bildnachweis und Bildrechte liegen bei den Fränkischen Rohrwerken.