Themenseite EEG-Umlage

Jährliche Veränderung der EEG-Umlage

Die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien, kurz EEG-Umlage, wurde am 16. Oktober 2017 von den Übertragungsnetzbetreibern verkündet und für das kommende Jahr leicht gesenkt. Im Jahr 2017 lag der Wert bei 6,880 Cent/kWh, ab 1. Januar 2018 ist die Ökostrom-Umlage auf 6,792 Cent/kWh verändert worden. Industrie- und Gewerbeunternehmen werden auch trotz der einprozentigen Senkung der Ökostromumlage ihre Stromkosten im Blick behalten müssen.

Stromkosten bei Wirtschaftsplanung berücksichtigen

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt seit 16 Jahren den Ausbau und die Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland. Die Energiewende und die damit stark zunehmende Erzeugung von Ökostrom ließen die EEG-Umlage bislang jedes Jahr ansteigen. Für energieintensive Unternehmen bedeutet dies, sich verstärkter mit ihren Stromkosten und dem Strommarkt auseinanderzusetzen. Es gilt, die Mehrkosten in der Planung für das neue Wirtschaftsjahr zu berücksichtigen. Auch bei einer Ausschreibung von Strom sollten Energieeinkäufer eventuelle Mehrkosten einberechnen.

Hoher Stromverbrauch führt zu Mehrkosten

Bei einem gleichbleibenden Verbrauch von 5 GWh[1] pro Jahr ergeben sich immense Zusatzkosten für Stromkunden, wie aus der Grafik hervorgeht. Dabei bilden sich die Mehrkosten, indem die EEG-Umlage mit der Arbeit (in kWh) multipliziert wird. Je mehr Strom verbraucht wird, desto teurer wird es letztlich für das Unternehmen. Die größte preisliche Veränderung für Unternehmen aus dem Industrie- und Gewerbebereich fand im Jahr 2013 statt, als die EEG-Umlage um 47 Prozent zum Vorjahr angehoben wurde. Ein Jahr später fand erneut ein Anstieg um 18 Prozent statt, sodass sich die Umlage innerhalb von zwei Jahren um 65 Prozent erhöhte. Bei einem gleichbleibenden Verbrauch von jährlich 5 GWh Strom ergaben sich allein von 2012 auf 2013 Mehrkosten in Höhe von 84.250 Euro (Siehe Tabelle).

Berücksichtigung der EEG-Umlage beim Energieeinkauf

Was können Energieeinkäufer von Industrie- und Gewerbeunternehmen mit einem hohen Energieverbrauch tun? Wenn sie nicht von der Umlage befreit sind, sollten sie bereits jetzt beginnen, die EEG-Umlage in ihrer Planung der Energiekosten für die Lieferjahre ab 2018 zu berücksichtigen. Bei Unternehmen mit vielen Standorten und Abnahmestellen ist dies allerdings mit viel Aufwand verbunden, wenn nicht alle Stromdaten in einem Energieportal vollständig hinterlegt sind, sondern in zahlreichen Tabellen verstreut sind. Mit enPORTAL sind Einkäufer aus Industrie und Gewerbe bestens für den onlinebasierten Energieeinkauf ab 2018 und für die Folgejahre gerüstet. Das digitale Energiedatenmanagement ermöglicht die einfache Ansicht aller Abnahmestellen, Verbräuche, Verträge und Kosten. So behalten Einkäufer stets den Überblick.

Entwicklung der EEG-Umlage

Jahr EEG-Umlage ct/kWh
Veränderung ct/KWh Veränderung in Prozent Arbeit kWh Kosten € Kosten-differenz € ggü. Vorjahr
2011 3,530


5.000.000 176.500 €  
2012 3,592 0,062 2 % 5.000.000 179.600 € 3.100 €
2013 5,277 1,685 47 % 5.000.000 263.850 € 84.250 €
2014 6,240 0,963 18 % 5.000.000 312.000 € 48.150 €
2015 6,170 -0,070 -1 % 5.000.000 308.500 € -3.500 €
2016 6,354 0,184 3 % 5.000.000 317.700 € 9.200 €
2017 6,880 0,526 8 % 5.000.000 344.000 € 26.300 €
2018 6,792 -0,088 -1 % 5.000.000 339.600 € -4.400 €

[1] 5 GWh = 5.000.000 Kilowattstunden

Vorteile der Energiepreisprognose

Der neue EEG-Umlagen-Wert wird im cloudbasierten Portal seit Bekanntgabe Mitte Oktober 2017 detailliert je Abnahmestelle dargestellt. Der Vorteil für Einkäufer: Sie wissen somit bereits ohne langes Nachrechnen, welche Kosten evtl. entstehen werden und müssen nicht alles separat außerhalb des Portals kalkulieren. Auf einen Blick ist für Einkäufer erkennbar, welche Stromkosten für ihre jeweiligen Standorte entstehen können.

EEG-Umlage erzeugt Handlungsdruck

Einige stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes sind zum Schutz ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zum Teil von der EEG-Umlage befreit. Für die restlichen, insbesondere größeren Unternehmen, bedeutet die EEG-Umlage höhere Stromkosten. Viele Unternehmen müssen neuen Möglichkeiten suchen, um diese Kosten zu kompensieren.

EEG-Umlage durch günstigen Börsenkurs kompensieren

Viele energieintensive Unternehmen suchen nach Lösungen, um die seit Jahren gestiegene EEG-Umlage zu kompensieren – denn auch eine einprozentige Senkung wirkt sich nur minimal auf die Gesamtkosten aus. Eine Option ist ein vorausschauender Energieeinkauf, der kurze Bindefristen und einen intensiven Wettbewerb unter den zahlreichen Energieversorgern im Energiemarkt ermöglicht. Bei enPORTAL sind alle Stromdaten in einer Cloud hinterlegt, sodass eine Ausschreibung bei günstigen Preisen an der Leipziger Börse innerhalb von wenigen Stunden durchgeführt werden kann. Dabei können aktuell bis zu 620 Energieversorger per Klick erreicht werden. So konnten bereits viele Kunden die Mehrkosten durch einen vorausschauenden Einkauf kompensieren, siehe Kundenreferenzen.


Vier Tipps zum Stromkosten sparen

Die Branchenerfahrung von enPORTAL mit Blick auf den aktuellen Energiemarkt zeigt: Unternehmen haben vier Möglichkeiten, um die EEG-Umlage zu kompensieren.

 

1. Eigene Stromproduktion fördern
2. Befreiung von der EEG-Umlage, der Stromsteuer oder von den Netznutzungsentgelten
3. Energieeffizienter produzieren
4. Den maximalen Wettbewerb im Markt nutzen und effizient Energie beschaffen