Neue Umlagen und Abgaben 2027 – was bedeutet das für Ihre Energiekosten?
Die Energiewelt bleibt in Bewegung: Für das Jahr 2027 wurden die neuen Umlagen und Abgaben offiziell veröffentlicht. Für Unternehmen ist es jetzt besonders wichtig, frühzeitig Transparenz über die anfallenden Energiekosten zu bekommen – gerade, wenn Sie Ihre Energiebeschaffung professioneller aufstellen oder neu organisieren möchten.
Auf unserer Energieplattform enPORTAL connect haben wir die aktuellen Werte für 2027 bereits vollständig hinterlegt. Damit stehen Ihnen alle relevanten Informationen zentral zur Verfügung – übersichtlich, digital und jederzeit abrufbar.
Warum sind Umlagen und Abgaben so wichtig?
Umlagen und Abgaben machen einen wesentlichen Bestandteil Ihrer Energiegesamtkosten aus. Neben den eigentlichen Energiepreisen (Strom- oder Gasbeschaffung) beeinflussen insbesondere diese staatlich regulierten Preisbestandteile Ihre Energiekosten:
- Netz- und Systementgelte
- Konzessionsabgaben
- Verschiedene Umlagen und Aufschläge
- Steuern und weitere Abgaben
Schon kleine Veränderungen bei diesen Positionen können, je nach Verbrauchsmenge, deutliche Auswirkungen auf Ihr Jahresbudget haben. Genau hier setzt enPORTAL connect an: Sie sehen sofort, wie sich neue Werte auf Ihre individuellen Kosten auswirken.

Sie können die Grafik hier finden und herunterladen: https://www.enportal.de/connect/energiewissen/downloads/

Umlagen und Abgaben 2027 im Überblick – Strom
Für Strom bleibt das Bild bestehen: Die zentralen Umlagen bzw. Aufschläge steigen gegenüber 2026. Die Grafik zeigt folgende Werte für nicht privilegierte Letztverbraucher (Nettopreise):
Offshore-Netzumlage
- 2026: 0,9410 ct/kWh
- 2027: 1,1430 ct/kWh
- Differenz: + 0,2020 ct/kWh
KWKG-Umlage
- 2026: 0,4460 ct/kWh
- 2027: 0,4510 ct/kWh
- Differenz: + 0,0050 ct/kWh
Aufschlag für besondere Netznutzung (§ 19 / EnFG)
- 2026: 1,5590 ct/kWh
- 2027: 2,0270 ct/kWh
- Differenz: + 0,4680 ct/kWh
Abschaltbare Lasten-Umlage und EEG-Umlage werden seit 2023 nicht mehr erhoben, bleiben aber als historische Werte in enPORTAL connect verfügbar.

Umlagen und Abgaben 2027 im Überblick – Gas
Die Gas-Seite wurde in der neuen Grafik um zwei wesentliche Elemente erweitert: eine zeitliche Differenzierung der Konvertierungsumlage und die BEHG-Zertifikate (CO₂-Kosten).
Konvertierungsumlage (H-Gas nach L-Gas)
- Bis 30.09.2026: 0,0180 ct/kWh
- Vom 01.10.2026 bis 30.09.2027: 0,0110 ct/kWh
- Differenz: + 0,0070 ct/kWh (in der Tabelle so dargestellt; faktisch sinkt der Wert von 0,0180 auf 0,0110 ct/kWh)
BEHG-Zertifikate (CO₂-Kosten im Brennstoffemissionshandel)
- 2026: 1,1791 ct/kWh
- 2027: 1,1791 ct/kWh
- Differenz: + 0,0000 ct/kWh
Auf den ersten Blick erscheinen die CO₂-Kosten konstant. Hintergrund ist der gesetzlich festgelegte Preiskorridor für CO₂-Zertifikate von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO₂, der auch für das Jahr 2027 beibehalten wird. Die tatsächlichen Zertifikatspreise werden durch Versteigerungen ermittelt, die Bundesregierung hat jedoch für 2027 eine Anhebung der festen CO₂-Preise beschlossen:
- 2027: 71 Euro pro Tonne für Überschussmengen
- 73 Euro pro Tonne für Nachkaufmengen
Da sich die konkreten Auktionspreise noch entwickeln, kalkulieren wir – wie schon im Vorjahr – vorsorglich mit dem Höchstwert des Preiskorridors von 65 Euro pro Tonne CO₂. Das ergibt aktuell den kalkulatorischen Wert von 1,1791 ct/kWh, der in der Grafik für 2026 und 2027 identisch ausgewiesen wird.
Die bisherigen Versteigerungen haben gezeigt, dass die Nachfrage das verfügbare Zertifikatsangebot teilweise deutlich übersteigt. Werden zusätzliche Zertifikate außerhalb des regulären Preiskorridors benötigt, können diese zu den höheren gesetzlich vorgesehenen Preisen erworben werden. Sollte sich dadurch eine relevante Veränderung ergeben, behalten wir uns eine unterjährige Anpassung unseres kalkulatorischen Wertes vor und informieren unsere Kunden entsprechend.
Gesamtbild 2027: Strom unter Druck, Gas und CO₂ differenzierter
Für Unternehmen und Kommunen ergibt sich aus den aktualisierten Werten ein differenziertes Bild:
-
Strom:
- Offshore-Netzumlage und § 19-/EnFG-Aufschlag steigen deutlich.
- Die KWKG-Umlage erhöht sich leicht.
→ Insgesamt führt dies zu einem klaren Aufwärtsdruck auf die Strom-Nebenkosten für nicht privilegierte Letztverbraucher.
-
Gas:
- Zentrale Umlagen (Bilanzierungsumlage, Konvertierungsumlage, Konvertierungsentgelt) sind gemäß aktueller Gesetzeslage auf Null gesetzt.
- Die dargestellte Konvertierungsumlage im Zeitraum bis 30.09.2027 liegt niedriger als zuvor.
→ Die Umlagenseite auf Gas zeigt eher eine Entlastung.
-
CO₂-Kosten (BEHG):
- Der kalkulatorische Wert pro kWh bleibt vorerst konstant
- Die politisch beschlossene Erhöhung der festen Preise für Überschuss- und Nachkaufmengen kann perspektivisch zusätzliche Kostenimpulse erzeugen.
→ CO₂-Kosten bleiben ein strategisch wichtiger Faktor, auch wenn der aktuell angesetzte kWh-Wert unverändert erscheint.

Alles in enPORTAL connect hinterlegt – inklusive historischer und aktueller Daten
In enPORTAL connect sind:
- die aktuellen Umlagen- und Abgabenwerte für 2027 für Strom und Gas,
- die zeitliche Staffelung einzelner Umlagen,
- sowie die zugrunde gelegten CO₂-Kosten (BEHG-Zertifikate)
bereits hinterlegt und auf Ihre Abnahmestellen und Netzgebiete zugeordnet. Gleichzeitig stehen unseren Kunden historische Werte (z. B. EEG-Umlage, Abschaltbare Lasten-Umlage, frühere Gasumlagen) zur Verfügung, sodass Entwicklungen über mehrere Jahre hinweg verglichen werden können.
Dadurch können Sie als Unternehmen:
- die Auswirkungen der Änderungen 2027 auf Ihre Energiekosten direkt in der Plattform nachvollziehen,
- Unterschiede zwischen Strom- und Gaskosten transparent erkennen,
- auf belastbaren Daten basierend Ihre Budgetplanung und Beschaffungsstrategie ausrichten.
Nächste Schritte für Interessenten
Wenn Sie enPORTAL connect noch nicht nutzen und Ihre Energiekosten 2027 besser verstehen und steuern möchten. Vereinbaren Sie eine unverbindliche Online-Demo und erhalten Sie einen klaren, datenbasierten Überblick über Umlagen, Abgaben und CO₂-Kosten für Ihr Unternehmen.
Jetzt enPORTAL connect kennenlernen – und mit aktuellen Umlagen-, Abgaben- und CO₂-Daten fundierte Entscheidungen für 2027 treffen.